Internationale Ruderregatta Eights on Sava in Zagreb

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Die erste Veranstaltung des traditionellen Capital Cup fand am 26.Oktober 2019 statt. In Renngemeinschaften mit dem Steiner Ruderklub und in einem 2. Start mit den Piraten waren Christoph M. und ich (Elisabeth V.) dabei.

Der Capital Cup ist eine völkerverbindende Veranstaltungsserie von 4 Langstreckenregatten für Achter, an denen die Hauptstädte der an Österreich angrenzenden Staaten ebenso teilnehmen wie Wien selbst, das sind Zagreb, als erster Austragungsort, dann folgt eine Woche später Prag, im Frühjahr Budapest und der Wienerachter. Dementsprechend hoch war sowohl die Teilnehmerzahl der in Zagreb startenden Achter (30) als auch das Niveau der Ruderer, vor allem aus den östlichen Ländern. Wir können mit Stolz berichten, uns mit 2 Olympiasiegern, den Brüdern Sinkovic, gemessen zu haben 😉 , allerdings weder in derselben Bootskategorie noch  zeitmäßig. Sie waren in einer RGM mit ungarischen Ruderern ca. 1Minute schneller als alle anderen Teams. Als Erklärung zum Austragungsmodus des Capital Cup gibt es noch zu sagen, dass pro Boot mindesten 4 Teilnehmer an mindestens 3 Regatten teilnehmen müssen, um in einer Handicapwertung ins Ranking zu kommen.

Nun zum Rennverlauf: Die Regatta wird stromaufwärts auf der Save ausgetragen, wo bereits 1872 erste Ruderaktivitäten gesichtet wurden. Die Strecke ist ca. 4,2 km lang, bietet einige steuertechnische Anforderungen (Untiefen, Strömung z.T. wie am Donaukanal, im Ziel einige Hindernisse), wird aber von Begleitbooten äußerst gut gesichert, sodass ein fairer Rennverlauf möglich ist. Christoph und ich starteten Gott sei Dank zuerst mit den Steinern, mit Walter A. am Schlag, wo es auch gleich durchgehend mit Schlagzahl 32 ordentlich ans Werk ging! Wie am Schnürchen gezogen glitt unser Achter, der „Steiner Hund“, dahin, alle nahmen exakt den Schlag ab, keine Unstimmigkeit, kein Wackler, reine Körperspannung – ein Zurren durchfährt das gesamte Boot – ein Hochgefühl, in so einem Boot zu sitzen! Ein herzliches Dankeschön dem ganzen Team! Das Ergebnis lässt sich sehen: Ein guter 10. Platz der Gesamtwertung, zweitschnellster Mix-Achter (nur 11 Sekunden hinter der Universitätsmannschaft aus Triest) in 17:52 Minuten. Mit den „Golden Girls and Boys“ von den Piraten lief es dann nicht so gut, aber immerhin schaute ein 22. Platz insgesamt heraus und eine passable Zeit: 20:14 Minuten. Zum Vergleich: Der schnellste Achter erreichte das Ziel in 14:14 und der Langsamste 21:41.

Das Resümee: Zagreb ist jedenfalls die Anreise wert (ca. 4 Stunden)! Ein sehr gut organisiertes Event mit äußerst freundlich bemühten Helfern, gesponsert von der Stadt und daher technisch (mit Videowall) gut ausgestattet uvm. Außerdem bietet sich die Gelegenheit die Stadt selbst zu besichtigen, die neben einem alten Stadtkern auch einen großartigen Wochenmarkt, der seinesgleichen sucht, bietet!

© Elisabeth Vogler

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