Erste Sternfahrt 2026: Wallsee – immer eine organisatorische Höchstleistung und trotzdem lassen wir Wallsee nie aus. Bus, Hänger, PKW, damit Mensch und Material zum Startpunkt kommen. Es geht aber noch komplizierter, nämlich wenn man am Tag nach der Sternfahrt nach Pöchlarn rudert. Mit 2 PKW nach Pöchlarn, ein Auto stehen lassen, mit dem 2. nach Wallsee. Kaiserwetter! Das große Schild „Übertragsstelle gesperrt“ sehen wir erst am nächsten Tag. Also übertragen wir. Birgit steuert erstmals in der Gegend per Fußsteuer und ist ob der Route unsicher 🤦♀️. Haha, wie soll man sich denn da verfahren? Immer dem Fluss entlang! Walter rudert sicherheitshalber voraus. Stromauf kommt eine hübsche Insel. Wir lassen sie steuerboard liegen. So idyllisch! Kommt uns gar nicht bekannt vor 🤔. Kein Wunder, ist keine Insel, sondern das Ufer vom Ennskanal! Wieder raus und nach Mauthausen. Das Schild „Einfahrt nur für Kraftwerksfahrzeuge“ haben wir übersehen. Pünktlichst um 16.00 Uhr landen alle Normannenboote vor dem Ruderverein Wallsee an. Der Duft frischer Bauernkrapfen empfängt uns. Ein perfekter Saisonstart für alle Sternfahrer – 115 an der Zahl. Die Normannen mit 12 Ruderern, 3 Booten und 1020 Punkten belegen Platz 5 von 12. Die Linzer Wiking räumt alle Preise ab: längste Fahrt, älteste Teilnehmer, meiste Teilenehmer, meiste Punkte. Gratulation!
Langsam leert sich der Pop-Up- Gastgarten. Das Bierfass ist leergetrunken, der Grill kalt, wir müde. Ein fantastischer Sonnenuntergang über dem Altarm verabschiedet uns in eine geruhsame Nacht beim Sengsbratl und Grünling.
Am nächste Morgen stehen nur noch 3 Normannen- und ein Nibelungenboot am Strand. Weiterfahrt nach Pöchlarn. Schon seit Tagen droht der Wetterbericht mit Dauerregen. „Fahren wir auf jeden Fall? Auch wenn es schüttet?“ Anfängerfehler. Glaub nie dem Wetterbericht! Bei morgendlichem Sonnenschein strömen wir an den blühenden Birnbäumen vorbei. Marillenblüte in der Wachau kennt jeder, aber Birnblüte im Mostviertel ist nur für einen erlesenen Kreis. An der ruderunfreundlichsten Übertragsstelle Ybbs-Persenbeug plagen wir uns mit Aus- und Einsteigen. Zurück im Wasser sehen wir auch hier: Übertragsstelle gesperrt. Wir hätten auch schleusen können🤦♀️! Es scheint, als bräuchten wir mal einen Schilderlesauffrischungskurs. Den drohenden Wolken rudern wir trotzdem davon. Wir kommen nicht nur trockenen Fußes, sondern auch trockenen Hauptes in Pöchlarn an.
PKW fährt nach Wallsee mit Bus- und Hängerfahrern und 2 PKW-Fahrerinnen. Die übrige Mannschaft putzt die Boote und hängt im Kaffeehaus ab, bis alle langsam eintrudeln.






90 km in 2 Tagen – am Wasser. Straßenkilometer sind’s ein paar mehr …
Isabella, April 2026