ÖRV-Wanderfahrt OBERLÄNDISCHER KANAL

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Eine Premiere für die NORMANNEN-Wanderruderer

Wenn ich die Frage beantworten soll, was die Wanderruderer bei ihren Touren besonders schätzen, dann meine ich: Ein sauberes, (in Fahrtrichtung fließendes) Gewässer ohne lästige Wellen (daher auch keine Motorboote), eine möglichst unberührte Uferlandschaft (aber doch eine ausreichende Infrastruktur), interessante Sehenswürdigkeiten für Ruhetage. Das Ruderrevier um den Oberländischen Kanal herum hat (fast) alles davon. Ehemals in Ostpreußen liegt das Seengebiet heute in Polen (Westmasuren) und zwar östlich der Oder und südlich der Ostseeküste (Danziger Bucht).

Aber es hat noch etwas Besonderes: Die Fahrt über die geneigten Ebenen mit den 5 Rollbergen Mit diesem nunmehr einmaligen System (erbaut zwischen 1860 und 1881) wird ein Höhenunterschied von ca. 100 m zwischen dem „Oberland“ und der Küste überwunden. Somit konnten Holz und landwirtschaftliche Produkte über den Ostseehafen Elbing/Elblak zu westlichen Märkten transportiert werden. Heute befahren Ausflugsschiffe und Sportboote die Strecke und die anschließenden Seen und Kanäle. Natürlich werden in den von Seilen gezogenen Gitterwagen auch Ruderboote transportiert.

Unter der Leitung von Hans-Heinrich Busse aus Hamburg – der wie immer die Tour perfekt organisiert und in seiner bekannt ruhigen und kompetenten Art geleitet hat – freuten sich 20 Ruderinnen und Ruderer aus Deutschland und Österreich (von DOH, IST, LIA, NOR – Helga Friedrich, Schindler Wolfgang, Fritz Stowasser – , und WAL) über die schlechthin idealen Bedingungen und 176 Ruder-km. Die Wanderfahrt wurde abgerundet durch die Besichtung interessanter Orte (Danzig/Gdansk, Elbing/Elblak, Marienburg/Malbork)

 

Fritz Stowasser, Oktober 2017