Sternfahrt 8.8.2026 – Ziel RV Nibelungen

…ein Ergebnis für die Geschichtsbücher- „Fahren wir doch noch einen Kilometer mehr – wer weiß, wofür das gut ist …“

Dieser Satz sollte an diesem Tag noch eine ganz besondere Bedeutung bekommen.

Pünktlich um 06:00 Uhr fiel der offizielle Startschuss zur Sternfahrt mit Ziel RV Nibelungen. Die Normannen waren im Laufe des Tages mit sieben Booten am Wasser – und wie sich später herausstellen sollte, war wirklich jeder einzelne Kilometer wichtig.

Bereits etwa zwölf Sekunden nach 06:00 Uhr legte unser erstes Boot ab. Tagesziel: Altenwörth.

Doch Moment – Altenwörth liegt stromauf, unser Boot fährt Richtung Wien?
Navigationsfehler?
Natürlich nicht! Zuerst zwei Kilometer stromabwärts und dann erst die Wende Richtung Tagesziel. Schließlich bringt jeder zusätzlich gefahrene Kilometer wertvolle Punkte. Vielleicht könnten genau diese irgendwann entscheidend sein …

06:05 Uhr: Unser Achter, die zuverlässige, leistungsstarke „Diesellokomotive“, verlässt den Heimathafen. Auch hier geht es zunächst Richtung Wiener Mauer.

Das nächste Boot hätte eigentlich um 06:20 Uhr starten sollen. Ein kleiner Kommunikationsfehler sorgte allerdings dafür, dass zum geplanten Startzeitpunkt ein Mann fehlte. Kurze Hektik, gefolgt von logistischen Glanzleistungen – und schon war das Problem gelöst: Willi machte sich gemeinsam mit Moni und Doris auf den Weg.

Natürlich ebenfalls zuerst Richtung Wien. Denn nur Greifenstein und Nibelungen? Das wäre vielleicht doch ein wenig zu kurz gewesen. Also zwei Kilometer Richtung Wien, Wende und dann stromauf. Man weiß ja nie, wofür diese zusätzlichen Kilometer noch gut sein könnten …

06:30 Uhr: Das nächste Boot soll planmäßig starten. Mit kleiner Verspätung geht es schließlich hochmotiviert los. Laut Ausschreibung eigentlich: Normannen – Greifenstein – Nibelungen.

Aber auch hier dürfte eine massive GPS-Störung vorgelegen sein: Statt links geht es rechts – Richtung Wiener Mauer!

Böse Zungen behaupteten allerdings, diese „Fehlentscheidung“ sei schon von langer Hand geplant gewesen … 😉

08:00 Uhr: Aegir verlässt den Heimathafen Richtung Greifenstein.

08:05 Uhr: Freya nimmt Kurs auf die Wiener Mauer, Tagesziel ebenfalls Greifenstein.

10:45 Uhr Mittlerweile ist unser Achter wieder zurück, das Boot versorgt – und Erich G. und Birgit brennen darauf, mit unserer Jugend noch eine „kleine Runde“ bis zu den Nibelungen anzuhängen.

Aus der kleinen Runde wird allerdings eine Fahrt zum Silbersee. Und weil es so schön ist und bekanntlich jeder Kilometer zählt – was man hat, das hat man – wird gleich bis Greifenstein weitergefahren.

Für unsere Jugendlichen ein tolles Erlebnis, souverän bis nach Greifenstein gesteuert zu werden!

Die Kilometer-Gier nimmt ihren Lauf …

Das vermeintlich falsch navigierte Boot hat inzwischen tatsächlich die Wiener Mauer erreicht. Euphorie im Boot und die zunehmende Gier nach Punkten machen offenbar vieles möglich.

Nach einem Zwischenstopp bei den Normannen geht es weiter Richtung Nibelungen.

98 Punkte pro Person?

Wer will denn schon mit 98 aufhören?

Also wird selbstverständlich noch ein Kilometer angehängt, um die magische 100-Punkte-Marke zu knacken.

Denn – man weiß ja nie, ob genau dieser eine Kilometer am Ende nicht entscheidet …

Währenddessen kommen gute Nachrichten von unserer Speerspitze:

11:23 Uhr: „Wir haben Altenwörth erreicht und drehen um!“

12:35 Uhr: „Wir sind in Tulln und fahren gleich weiter. Haben aber noch einkehren müssen, weil wir Wasser brauchten – und außerdem zählt Tulln fünf Punkte!“

Na bitte.

Wer weiß, wofür das noch gut sein könnte … 😉

Unser C-Fünfer erreicht schließlich mit überglücklicher Mannschaft gegen 15:15 Uhr das Nibelungenfloß und fährt gleich weiter in die Werft, damit alle pünktlich zur Siegerehrung wieder zurück sind.

Doch jetzt beginnt das große Zittern.

15:55 Uhr – WO IST ODIN?
Bis 16:00 Uhr ist Zeit.
Fünf Boote sind in Sichtweite.
Aber kein Odin.
15:57 Uhr: „Wo ist unser Odin???“
Kein Odin in Sichtweite…
Das wird verdammt knapp….

15:58 Uhr: Plötzlich schießt Odin gemeinsam mit einem Donauhort-Dreier hinter der Rollfähre hervor!

Eine Punktlandung….!!
Überglücklich – und vielleicht ein „klein wenig“ 🤣 erschöpft – erreichen sie rechtzeitig das Ziel.

Hat sich dieser Einsatz gelohnt?

Das sollte sich schon bald zeigen …
Dann beginnt das große Rechnen.

Mit Spannung warten wir Normannen auf die Siegerehrung. Immerhin haben wir 36! Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Rennen geschickt.

17:00 Uhr: Noch immer kein Ergebnis.
Es wird gerechnet. Kontrolliert. Noch einmal gerechnet. Ein Vertreter von Donauhort wird zur Jury gebeten.
Weiter wird gerechnet …

17:25 Uhr: Jetzt wird auch ein Vertreter der Normannen zur Jury gerufen.
Wieder wird gerechnet.

Angeblich sei es sehr, sehr knapp.
Die Spannung steigt ins Unermessliche, als schließlich der Nibelungenkönig zum Mikrofon greift.

„Wir kommen zur weitesten Fahrt des heutigen Tages …“
Und diese wurde mit ODIN erzielt – 87km, 2 19 Punkte!!
Christian, Ingo, Ulli, Walter und Michi haben es geschafft!

Die Freude ist riesengroß – und nach diesem Tag mehr als verdient.

Doch es geht weiter:

Ältester Teilnehmer: Willi Stuppan!
Wieder riesiger Jubel und Applaus bei den Normannen.

Zwei Wertungen – zwei Erfolge.

Aber jetzt kommt die Gesamtwertung.
Die Spannung steigt noch einmal.
Platz 3 geht an Alemannia.

Damit bleiben für den Tagessieg nur noch Donauhort und die Normannen übrig.
Und dann folgt die eigentliche Sensation.

ERSTER PLATZ-EX AEQUO mit unseren Freunden vom Donauhort – 3.615 PUNKTE!!!

Zehn Stunden Rudern.
15 Boote in der Gesamtwertung beider Vereine.
Mehr als 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei beiden Vereinen.
Stromauf jeder Kilometer drei Punkte, stromab zwei Punkte.
Unzählige Kilometer, Wenden, Zusatzschleifen und taktische Entscheidungen.

Und am Ende steht ein Ergebnis, das es in dieser Form wahrscheinlich noch nie gegeben hat – und vielleicht auch nie wieder geben wird:

DONAUHORT: 3.615 PUNKTE

NORMANNEN: 3.615 PUNKTE

EXAKT DIE GLEICHE PUNKTEZAHL!

Einfach unglaublich.

Und plötzlich bekommen all die zusätzlichen Kilometer dieses Tages eine ganz andere Bedeutung.

Die zwei Kilometer am frühen Morgen.
Die Wiener Mauer.
Der Silbersee.
Die Verlängerung von 98 auf über 100 Punkte.
Tulln.

Jede einzelne „taktische“ Schleife.
Jeder Kilometer hat gezählt.

Ein Vierfach-Erfolg für die Normannen!

🏆 Tagessieg – ex aequo mit Donauhort
🏆 Weiteste Fahrt – Odin
🏆 Ältester Teilnehmer – Willi Stuppan
🏆 Meiste Teilnehmerinnen und Teilnehmer – 36 Normannen/innen

Ein fantastischer Tag, mit vielen Siegern, einem unglaublichen Teamgeist und einem Ergebnis, das diese Sternfahrt unvergesslich macht. Und die wichtigste Erkenntnis für zukünftige Sternfahrten?

Fahren wir doch immer den einen Kilometer mehr …

… wer weiß, wofür das noch gut ist! 😉

AHOI!