Wienereiner – Wienerachter 2012

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Wienereiner So wie im Vorjahr meldeten 3 Boote vom RV Normannen, da die offizielle Zeitnehmung versagte konnten unsere Recken auf die eigene mit dem GPS gestützten Polarsystem ermittelte Zeit zurückgreifen. Erich GEISER siegte in der Masterklasse H mit der Zeit von 19:40min, Willi STUPPAN wurde zweiter in der Mastersklasse H 20:40 min Erich KOLETNIK wurde zweiter in der Mastersklasse F 19:25min.

Wienerachter Erstmalig wurde heuer die Donaukanalstrecke auch mit Achtern befahren. Der RV Normannen meldete in der Mastersklasse D folgende Mannschaft: Schlag: Alexander SCHAFFER 7: Christian BRAUN 6: Gerold PRIPFL 5: Erich KOLETNIK 4: Franz REIL 3: Günter LIST 2: Erich GEISER 1: Fritz KUTMON Stm. Willi STUPPAN.

Unsere Normannen Crew wurde mit der Zeit von 16:36 Klassensieger und damit von 12 gestarteten Achter gesamt Fünfter.

Wienerachter Wienereiner

Nachfolgend ein Detailbericht von Erich KOLETNIK

Wienereiner

So wie im Vorjahr meldeten 3 Boote vom RV Normannen: Erich GEISER in der Masterklasse H, Willi STUPPAN in der Mastersklasse H, Erich KOLETNIK in der Mastersklasse F. Die Streckenlänge beträgt 6.000m, startet beim Nußdorfer Wehr, führt durch den Donaukanal bis zur Urania, wo sich ca. 300 m unterhalb der Wienflusseinmündung das Ziel befindet. Die Strömungsgeschwindigkeit beträgt ca. 5-6 km/h, das Wasser ist dadurch teilweise unruhig und leicht verwirbelt. In der Mastersklasse H hatten unsere Starter als einzige Gegenmeldung Walter JELINEK vom WRV Donauhort. Die in der ältesten Mastersklasse startenden jung gebliebenen Normannen gingen als erste Gruppe auf die Strecke. Strahlender Sonnenschein mit Temperaturen um die 30 Grad C und teilweise auffrischender Süd-Ost(gegen)wind verlangten zusätzlichen Kampfgeist und Überwindung. Lautstark wurden die beiden Recken nicht nur von der begleitenden Normannen-Fangemeinde angefeuert. Vor allem im Bereich des Otto Wagner’schen Schützenhauses gab es viel Beifall von den das Donaukanalufer säumenden Zuschauern. Im Ziel hatten beide Normannen die Bugspitze voran, es siegte Erich GEISER vor Willi STUPPAN und Walter JELINEK. In der Mastersklasse F meldeten Raimund HABERL/1. WRC LIA, Norbert GRUBER und Martin CZICZEK/beide WRC-Pirat.

Hier nun die Originaleindrücke und -gedanken, die mir von diesem Rennen in Erinnerung geblieben sind: Beim Zuwasserbringen des Bootes sind alle sehr hilfreich, allerdings ist es im Schleusenbereich sehr eng, ich sehe meine Freunde Willi und Erich, sie sind schon beim Vorstart aufgereiht. Nun erfahre ich, dass Martin CZICZEK nicht startet, wir sind also zu dritt. Hoffentlich kann ich mein Leistungspotential abrufen, hoffentlich „hält mein Kreuz“ und auch der Kreislauf „arbeitet normal“.

Wie immer ist eine gewisse Vorstartnervosität vorhanden, aber die Gedanken, warum „ich mir das antue“ werden vom Vorstarter verdrängt – 5,4,3,2,1 go. Los geht’s, vom stehenden Wasser der Nußdorfer Schleuse in den Donaukanal hinein, Schlagzahl erhöhen, das lautet Hupen signalisiert, dass ich mich auf der Strecke befinde. Mit Schlagzahl 28 konzentriere ich mich voll auf das Steuern.

In der ersten leichten Rechtskurve halte ich mich mehr zum rechten Ufer, das Wasser ist aber teilweise sehr unruhig und der Gegenwind macht sich auch bemerkbar. Blick auf die Pulsuhr, Herzfrequenz 153 ist o.k. ich möchte aber nicht höher hinauf, also Schlagzahl auf 27 reduzieren, die lange Gerade bis zur Gürtelbrücke habe ich gleich absolviert, auf der rechten Seite zieht die Müllverbrennungsanlage vorbei, beim kurzen Blick über die Schulter sehe ich bereits Norbert Gruber vor mir, der mich dann auch mühelos überholen lässt. Wo bleibt die Friedensbrücke? Konstant schlage ich mit Schlagzahl 27, der Gegenwind macht sich aber spürbar bemerkbar. Pulsfrequenz noch immer so um die 150, also o.k. und ich versuche die Geschwindigkeit zu halten. Hände weg, Boot laufen lassen, schneller Einsatz und dann mit den Beinen schieben. Jetzt fahre ich unter der Friedensbrücke durch, mehr als die Streckenhälfte ist absolviert, viel Zeit zum Denken bleibt nicht, da sehe ich den nächsten Einer vor mir. Hoffentlich weicht er aus und lässt genügend Abstand, ja das klappt gut und ich bin auch schon bei ihm vorbei. Rossauer Brücke und Augarten Brücke lasse ich schnell hinter mir, der Ringturm kommt schon in Sicht.

Immer wieder höre ich Applaus und Anfeuerungsrufe vom Ufer, aber Achtung in der Innenkurve nach dem Ringturm liegt die Kaiserbadschleuse, also eher zum linken Ufer. Der Wind ist auch sehr böig geworden, ich lege einen Schlag Blatt und werfe die Kappe in’s Boot. Mit Mühe kann ich Schlagzahl 27 halten, sehe aber wieder zwei Ruderer vor mir. Nach der Salztorbrücke überhole ich auch diese, muss mich aber bereits auf die in der Außenkurve liegende Pontons und Schiffe zwischen Marienbrücke und Aspernbrücke konzentrieren. Da sehe ich wie der Ruderer hinter mir in gerader Linie auf ein Ponton zufährt. Laut rufe ich ihm zu und sehe aus seiner Steuerreaktion, dass er seinen Kurs korrigiert. Schon sehe ich auf Steuerbord die Urania. Jetzt noch mit aller Kraft bis zum Ziel, Schlagzahl 29 und ich höre auch schon die Zurufe vom Ziel. Nochmals „alles rausholen“, das Zielsignal ertönt und es ist geschafft.

Ich drehe mich um – und da ist vor mir die rote Begrenzungsboje in der ich mich schneller als geglaubt, verhänge. Das Boot stellt sich quer zur Strömung, ich hänge manövrierunfähig in der Boje und habe eigentlich schon mit dem „Bad“ gerechnet. Es gelingt dann aber doch nach mehreren Versuchen mich zu befreien. Locker reihe ich mich ein zum Anlegen, ja ich bin zufrieden mit mir und dem zweiten Platz hinter Raimund Haberl (und es werden sicher auch einige Endorphine ausgeschüttet). Bei der Siegerehrung und Bekanntgabe der Resultate sehen wir, dass sich die „Normannen-Oldies“ wieder ganz hervorragend in dem 70-Starterfeld platziert haben.

Wienerachter

Erstmalig wurde heuer die Donaukanalstrecke auch mit Achtern befahren. Der RV Normannen meldete in der Mastersklasse D folgende Mannschaft: Schlag: Alexander SCHAFFER 7: Christian BRAUN 6: Gerold PRIPFL 5: Erich KOLETNIK 4: Franz REIL3: Günter LIST 2: Erich GEISER 1: Fritz KUTMON Stm.: Willi STUPPAN Als Gegner meldeten – Rgm. Passau Ruderverein 1874 /Deggendorfer Ruderverein 1876 – Ginnastica Triestina – RV Seewalchen (2 Boote) Der Veranstalter legte ein Startintervall von 5 Minuten fest, sodass es mit Sicherheit zu keinen Überholungen kommt, um eventuelle Gefährdungen der Boote bei diesen Manövern auszuschließen. Das Normannenboot ging als zweiter auf die Strecke, erstmalig so in dieser Zusammensetzung rudernd. Schon gleich bei den ersten Schlägen spürten wir, dass das Boot gut lief und unter der erfahrenen Leitung des Steuermanns, Willi STUPPAN, „spulten“ wir ein tadelloses Rennen ab. Groß war die Freude, als wir bei der Siegerehrung erfuhren, dass wir in unserer Mastersklasse D als Sieger genannt wurden, hatte uns doch das Boot von der Rgm. Passau Ruderverein 1874 /Deggendorfer Ruderverein 1876 in Passau noch klar distanziert. Auch zu unseren Mastersfreunden von Pirat Wien, startend unter Int. Rgm. WRC-Pirat, Donaubund, Normannen, Drammen Roklubb in der Mastersklasse F, konnten wir einen zeitlichen Vorsprung von mehr als 40 sec. herausrudern. Insgesamt belegten wir von 12 teilnehmenden Achtern den hervorragenden 5. Platz. Abschließend bleibt nur festzuhalten, dass dieses Wochenende für den RVN sehr erfolgreich abgelaufen ist und wir motiviert und gemeinsam die nächsten Zukunftsprojekte prosperierend für den RVN abwickeln werden.

Dienstag, 07. August 2012 um 07:31