Ruderwoche Seeboden 2014

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Von 4. Mai bis zum 11. Mai 2014 fand in Seeboden am Millstätter See die traditionelle Ruderwoche der Normannen statt. Bereits zum 15. Mal wurde das wunderschöne Revier am Millstätter See in der Mitte Kärntens zum Treffpunkt zahlreicher Normannen und Freunde der Normannen, was die Gemeinde Seeboden zum Anlass nahm den Ruderverein für seine Treue mit einer Ehrung auszuzeichnen, davon aber später mehr.

Ingomar KERN nahm das erste Mal teil und berichtet über die Ruderwoche aus seiner Sicht, Elisabeth DORNINGER ebenfalls neu in der Runde fiel nicht nur durch Teamgeist auf, sondern lieferte auch viele Fotos die unter Fotogalerie zu bewundern sind. Vorweg die Zusammenfassung der Eindrücke von Ingomar unter weiterlesen findet Ihr den gesamten Bericht über die Woche.

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Zusammenfassung:

Ich habe mich in Seeboden, im Hotel Koller, sehr wohl gefühlt. Die familiäre Atmosphäre, die Gespräche mit Ruderkammeraden und ihren Begleiterinnen, das Haus und die perfekt organisierten Ausfahrten fand ich ganz besonders schön. Ich hatte die Sorge, dass sich meine Frau Irene, wenn wir am Wasser sind und unserem Vergnügen nachgehen, alleine fühlt und sich langweilt. Beide Befürchtungen sind nicht eingetreten. Erstens wurde sie in der Runde der Nichtruderer herzlich aufgenommen – vielen Dank dafür – und Zweitens bietet das Hotel Koller mit seinen Angeboten ausreichend Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung.

An dieser Stelle möchte ich Willi und Erich ganz besonders für die Organisation, die Mannschaftsbildungen und Bootseinteilungen danken. Es war nicht immer leicht alle Wünsche zu erfüllen. Ein besonderes Dankeschön auch an Frankie für den Bootstransport. Er hat alle Boote samt Zubehör durch die Unwägbarkeiten der Autobahnen mit starkem Wind und starken Regen sicher nach Seeboden und zurückgebracht. Ein Dankeschön auch an Karl Heinz für die Planung der Wanderungen und für die Abwicklung der finanziellen Belange rund um die Ruderwoche und lieber Erich Danke für deinen unermüdlichen Einsatz zur technischen Weiterentwicklung von uns Neulingen. Zum Abschluss möchte ich noch allen Danken, die zum Gelingen der Ruderwoche ihren Beitrag leisteten – vielen, vielen Dank!

Die Ruderwoche in Seeboden ist ein Muss für alle, die ihre Technik verbessern wollen, die nicht genug bekommen können vom Rudern, die schönes und ruhiges Wasser rudern möchten, Spaß am Wasser haben wollen, gutes Essen genießen wollen, im Kollers Spa sich erholen wollen – einfach eine tolle Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen.

Mir hat die Woche sehr gut gefallen, meiner Rudertechnik hat sie gutgetan und entspannen konnte ich mich auch noch.

Ich kann nur jeden empfehlen, 2015 an der 16 Ruderwoche der Normannen am Millstätter See in Seeboden 3.- 10.5.2015, Teil zu nehmen. Ich bin auf jeden Fall wieder mit an Bord.

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…hier der ganze Bericht:

Eckdaten:

  • Zeitraum: 4. bis 11. Mai 2014
  • Ort: Seeboden am Millstätter See
  • Unterkunft: Kollers Hotel
  • Grund: Trainingswoche, Techniktraining, Tourenrudern, Genussrudern
  • Teilnehmer: 23 aktive Ruderer, 7 Begleitpersonen
  • Boote: 3 Touren-, 7 Rennboote
  • Leistung: Gesamtkilometer der Gruppe 3.104 km
  • Rahmenprogramm Wandern: Wanderung rund um die Schwaiger Hütte und eine Wanderung auf den Jufen von der Lammersdorfer Alm aus
  • Kulturprogramm: Ausflug nach Italien
  • Fitnessprogramm: Duft Qi Gong mit Elisabeth und Turnen mit Gerhard

1 Chronologie der Ereignisse

Am Sonntag den 4. Mai war der Anreisetag nach Seeboden. Nach problemloser Fahrt und dem einchecken im Hotel der Familie Koller stand das Zusammenbauen und Verteilen der Ruderboote am Vereinsgelände des RV Wiking am Programm. Bereits beim Aufriggern der Boote war eine gewisse Vorfreude zu spüren, so schnell es geht auf das Wasser zu kommen. Dabei wurde nicht mit letzter Konzentration auf die Richtigkeit beim Zusammenbauen der Boote geachtet, sodass sich kleine Fehler einschlichen, die sich aber während des Ruderbetriebs alle finden und beseitigen ließen. Nach dem für jedes Boot ein Liegeplatz gefunden wurde ging es rasch an die Mannschaftsbildung und aufs Wasser. Ich war von der Autofahrt noch etwas müde und wollte gar nicht gleich mit, doch der Ruf des Wassers war stärker. Schnell umgezogen und rein in den Doppelvierer ging es gleich hinaus aus der Bucht auf den See der uns mit recht schwierigen Verhältnissen empfing: Wind aus fast allen Richtungen mit teilweise sehr heftigen Böen und recht hohen Wellen machten das Rudern echt kniffelig und dadurch recht wackelig. Meine Stimmung war daher nicht so sonnig wie das Wetter, Temperaturen um die 22 Grad, Sonne, die Arena rund um den See herrlich, blühende Obstbäume, frisches Grün überall wo man hinsieht – und am Horizont die schneebedeckten Berge, das Goldeck, die Nockberge, die hohen Tauern – traumhaft. Spätestens beim Abendessen war meine Stimmung wieder gut, kulinarisch war die ganze Woche ein Hochgenuss. Abwechslungsreich, kreativ, regional, saisonal, fein abgeschmeckt und toll präsentiert im sehr schönen und geschmackvoll eingerichteten Speisesaal blieben keine Wünsche offen. An dieser Stelle ein großes Lob an die Familie Koller und ihr Team.

Am Montag in der Früh ging es zum ersten, morgendlichen Training Richtung RV Wiking. Nach einem 5-minütigen Morgenspaziergang um 06:00 Uhr bei Temperaturen um 4°C, herrlichen, wolkenlosen Himmel und noch nicht aufgegangener Sonne begann um ca. 6:20 die Ausfahrt im Doppelzweier mit Erich. Spätestens nach den ersten paar Schlägen auf dem spiegelglatten und ruhigen Wasser des Millstätter Sees verflogen all die Zweifel ob der morgendlichen Stunde oder den frischen Temperaturen. Es ist ein dahingleiten im Spiegel der zuvor beschriebenen Arena. Auf der Höhe von Millstatt, nach ca. 6km, kam dann noch die Sonne hinter den Bergen hervor und wärmte den durch den Fahrtwind leicht auskühlten Rücken. Kein Bootsverkehr, wenig Fischer und kaum Hindernisse lassen es zu sich vollkommen auf das Rudern zu konzentrieren und es auch so richtig zu genießen. Technische Einheiten gefolgt von Steigerungen der Schlagzahl, Startübungen, Endspurts sind hier einfach zu trainieren. Der See bietet die Freiheit dazu. Nach ca. 20km und 2 Stunden ging es zurück zum Hotel wo das Frühstücksbuffet auf uns wartete. Auch hier kann nur in Superlativen berichtet werden, es fehlte an nichts. So kann man die Woche und das Training gut aushalten, die verbrauchten Kalorien wurden hier bestens ersetzt und natürlich auch darüber hinaus. Am Nachmittag war ich zu einer Technikeinheit für „Neulinge“ und interessierten Profis eingeteilt. Über Videos und Visualisierungen brachte uns Renate die Theorie des perfekten oder nahezu perfekten Ruderschlags näher. Von der Handhaltung beim Auf- und Abdrehen sollten wir hören und üben, von der Bewegung des Oberkörpers, die Ausschließlich aus der Hüfte kommt haben wir erfahren und schließlich die praktische Erfahrung all dieser Theorien am hoteleigenen Ruderergometer im Hinblick auf das Timing, was wie und wann abläuft. Die Zerlegung des Ruderschlags in die einzelnen Komponenten war sehr interessant und aufschlussreich. Danach ging es mit der Freya aufs Wasser wo Renate uns Neulinge genau unter die Lupe nahm und unsere „Fehler“ oder besser formuliert unsere nicht ganz dem Ruderleitbild entsprechenden Angewohnheiten aufzeigte und uns Wege aufzeigte wie wir, Elisabeth und ich, diese wieder loswerden. Ich ging aus dieser Einheit, bei der wir ca. 3 Stunden am Wasser waren, mit einem Paket an Punkten heraus die mich die weitern Ausfahrt begleiteten und noch länger begleiten werden, bis ich meine Angewohnheiten „überschrieben“ habe.

Gleich am nächsten Morgen bei der Ausfahrt im Doppelzweier mit Frankie fing ich an die Punkte umzusetzen. Wir hatten eine tolle Ausfahrt, fanden schnell den Rhythmus und ich war ein wenig überrascht, wie schnell wir in Döbriach, am Ende des Sees, angekommen waren. Die Rückfahrt funktionierte ebenfalls sehr gut, es fühlte sich richtig gut an. Dienstagnachmittags stand eine der Wanderungen, organisiert von Karl Heinz, auf dem Programm. Er führte die Wanderfreudigen Richtung Schwaiger Hütte.

Ich blieb aber am Wasser und bereitete gemeinsam mit Erich und seiner Frau Grit meine erste Einer Ausfahrt am Mittwochmorgen vor. Die Vorbereitung begannen, als ich in der Mittagspause in den Millstätter See sprang, außerhalb des beheizten Seewasserpools natürlich, um zu sehen was mich erwartet, sollte ich das Gleichwicht im Boot verlieren und ins Wasser muss. Mit dieser Erfahrung ging ich dann zum Boot. Die ersten Manöver in der Bucht vor dem Ruderverein waren sehr „aufschlussreich“. Ich paddelte herum, machte eine Wende über steuerbord, 2 bis 3 leichte Schläge dann Wende über backbord und wieder zurück. Es war kaum Platz in der Bucht, da eine Gruppe Surfanfänger, Segler und Paddler im Rahmen der Schulsportwochen die ersten Versuche in diesen Sportarten unternahmen. Deshalb haben mich Erich und Grit im Doppelzweier hinaus auf den See gelotst, wo wir dann fast bis Millstatt gerudert sind. Wieder mit all den Punkten von der Theorie im Hinterkopf, ergänzt mit den Anweisungen und Tipps vom Erich, ging es recht gut und ich fühlte mich wohl im Skiff. Ein aufkommender Wind aus Osten zwang uns zur Umkehr und wir konnten noch bei guten Bedingungen unsere Ausfahrt beenden. Beinahe hätte mich dann doch ein Segelschulboot kurz vor dem Ruderverein über den Haufen gefahren, ein Warnschrei von Erich, dass ein rasches Stoppen nach sich zog und ein schnell handelnder Segellehrer konnte das Segelboot noch rechtzeitig wenden. Zu diesem Zeitpunkt war der Wind in der Bucht schon beachtlich.

Mittwoch sollte es also mit dem Einer so richtig losgehen. Unterwegs waren Gerold, Günter, Erich und ich. 4 Einer auf den unendlich zu scheinenden Weiten des Millstätter Sees. Das Wasser war wieder ein Traum; der See glatt, kein Wind, der Himmel leicht bewölkt dadurch etwas wärmer als die Tage zuvor; keine Fischer; aber laut Wetterbericht sollte es der Tag mit dem schlechtesten Wetter werden. Etwas nervös ging ich ans Werk, ablegen vor den Augen aller, hinauspaddeln vorbei an der Plattform mit den Surfsegeln, dann das offene Wasser. Viertelrollbahn, Halbe Rollbahn immer länger werden meine Schläge, das Boot fängt an zu gleiten, kurz umdrehen, der Blick nach Hindernissen und weiter. Erich mein zweites Auge und mein Sicherheitsnetz blieb in meiner Nähe und wir ruderten Richtung Döbriach, mit leichter Kraft dafür lange Schläge, immer auf der Suche nach der Ebene und der Symmetrie. Ab und zu legten wir platt, kurze Trinkpause und Zeit für „Manöverkritik“ und dann wieder weiter bis schlussendlich das Ende des Sees erreicht war; ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Mit einer Wende über steuerbord setzten wir den Kurs zurück Richtung Seeboden. Am Nordufer ruderten Erich und ich mit parallelem Kurs zurück – vorbei am Jungfernsprung, Dellach, Pesenthein, Millstatt und schließlich Seeboden. Ich verlor das Gefühl für die Zeit, der Rhythmus des Schlages, das Boot, die Bewegung, das Wasser, die Spuren die ich am Wasser zeichnete waren in diesen Moment mein Universum, es fühlte sich richtig gut an. Ein tolles Erlebnis. Überglücklich stieg ich aus dem Boot, ich werde noch lang an diese erste echte Ausfahrt mit dem Einer denken.

Nachmittag war bei mir Pause vom Rudern angesagt, der Wetterbericht sollte Recht behalten, es zog immer mehr zu und am Abend regnete es auch noch, wie angekündigt. Die Ausfahrten am Nachmittag konnten aber noch im Trockenen stattfinden. Frankie seine Frau Astrid, meine Frau Irene und ich nutzten das Schlechtwetter für einen kurzen Ausflug nach Italien, Tarvisio war unser Ziel, ein wenig einkaufen am Markt, in der oberen Stadt, Espresso trinken vielleicht ein Café Corretto. Die Einkaufserfolge hielten sich leider in Grenzen, am Markt Ernüchterung in Sachen Qualität und Varietät, es gibt zwar sehr viele Stände, die aber fast alle das gleiche Sortiment im Angebot haben und in der oberen Stadt waren auch leider sehr viele Geschäfte geschlossen, manche für immer. Aufmunterung gab es dann in der „Finkensteiner Nudelfabrik“ in der Nähe von Villach. Nudel in verschiedensten Variationen, mit Ei, ohne Ei, mit Chili, oder Schokolade, mit Spinat oder Paradeiser, rot, grün, gelb, schwarz aus Dinkel, Rogen Amarant oder Weizen usw. alles was das Herz begehrt. Der Einkauf konnte sich sehen lassen.

Für den Donnerstag war das Wetter wieder gut angesagt und das stimmte auch, 3 Ausfahrten waren geplant und alle konnten bei besten Bedingungen stattfinden. Die Erste am Morgen im Doppelzweier mit Frankie. Ich musste zu Beginn auf Grund der Anstrengungen der Einer Ausfahrt vom Vortag Tribut zollen und benötigte sehr lange um meine Mitte zu finden, um mich im Boot wieder wohlzufühlen. Ein leichter Mitwind machte es nicht unbedingt leichter. Es half mir wieder mein Punkteprogramm aus der Theorie, ich fing mich und plötzlich lief das Boot gut. Der Wind von Westen legte teilweise ordentlich zu und wir mussten uns kräftig ins Zeug legen. Am Ufer entlang, das war zwar der weitere Weg, kamen wir gut voran – allerdings war die Bucht bald aus und wir mussten in den Wind. Mit der Gewissheit, dass mit jedem Schlag Richtung Westen die Wellen kleiner würden ruderten wir mit Schlagzahlen zwischen 19 und 22. Diese waren zwar nur geschätzt, da der Speed Coach nichts anzeigte, was auf die oben erwähnten Fehlerchen beim Zusammenbauen der Boote zurückzuführen war. Es stellte sich heraus, dass die Rollsitze vertauscht waren und so kein Magnet über den Abnehmer für die Schlagzahl strich. Je weiter wir nach Seeboden kamen umso glatter wurde das Wasser und umso schöner war das Rudern.

Die 2. Ausfahrt an dem Tag fand ganz ohne Anstrengung mit der „MS Koller Swan“ statt. Einem restaurierten, vom Linienbetrieb ausgemusterten Ausflugschiff, was sich im Besitz der Familie Koller befindet. Nach einem Begrüßungssekt übernahm der Fremdenverkehrsreferent der Gemeinde Seeboden das Wort und ehrte den Ruderverein Normannen und seine Mitglieder für die Treue am Urlaubsort Seeboden. 15 Jahre Ruderwoche Seeboden müssen gefeiert werden. Mit einen Präsent, einer Urkunde und Anstecknadel für alle wurde der formelle Akt erledigt. Die Familie Koller schloss sich der Ehrung an und überreichte jedem ein Sektglas zur Erinnerung. Auch uns Rookies wurde diese Ehre zu teil. Die Rundfahrt führte uns bis nach Millstatt und zurück. Der Unterschied zum Rudern ist die erholsame Fahrt übers Wasser und das man die Gegend und Landschaft des Sees und des Umlandes betrachten kann.

Die 3. Ausfahrt am Tag war dann wieder mit dem gewohnten Gerät. Ich war im Doppelzweier wieder mit Erich eingeteilt. Diesmal saß ich am Bug, was eine neue Perspektive für mich ergab. Wir ruderten endzugbetont, mit Akzent auf die Arbeit vor der Dolle, weiches ausheben, schnelles ausheben, frühes aufdrehen und spätes aufdrehen. Nach dem wir herausfanden, warum der Speed Coach nicht funktionierte konnten wir nach Tausch der Rollsitze die Funktion herstellen und mit den Werten die Unterschiede der verschiedenen Techniken und Philosophien herausarbeiten. Es waren sehr interessante Erkenntnisse daraus zu ziehen. Ich kann nur sagen die Ausfahrt habe ich sehr genossen zumal wir auf der Rückfahrt versucht haben die Schlagzahl so weit wie möglich zu verlangsamen. Es gelang uns mit Schlagzahl 13 das Boot zu balancieren und gleiten zu lassen, ein tolles Gefühl. Mit den 26km vom Morgen und den 20km am Nachmittag war der Donnerstag ein sehr schöner und langer Rudertag.

Freitag war für uns der Tag der Abreise. Nach der Morgenausfahrt und dem Frühstück kam die Zeit des Abschieds. Als Abschluss eine Ausfahrt im Doppelvierer mit Frankie am Schlag ich auf 3, Günter auf 2 und Erich am Bug. Der krönende Abschluss einer tollen Ruderwoche. Am Nachmittag stand die 2. Wanderung auf dem Programm. Ziel war die Lammersdorfer Hütte wo einige den Jufen bestiegen und andere eine Rundwanderung um die Lammersdorfer Alm machten. Am Samstag fanden dann die beiden letzten Ausfahrten statt und das Abbauen und Aufladen der Boote. Nach einem gemütlichen Abschlussabend ging es am Sonntagmorgen, nach dem Frühstück versteht sich, zurück nach Klosterneuburg. Beim Abladen der Boote wurden wir richtig nass. Er regnete aus allen Wolken, nach dieser Woche mit dem wunderschönen Wetter konnte der Regen unsere Stimmung nicht mehr trüben.

2 Fazit

Ich habe mich in Seeboden, im Hotel Koller, sehr wohl gefühlt. Die familiäre Atmosphäre, die Gespräche mit Ruderkammeraden und ihren Begleiterinnen, das Haus und die perfekt organisierten Ausfahrten fand ich ganz besonders schön. Ich hatte die Sorge, dass sich meine Frau Irene, wenn wir am Wasser sind und unserem Vergnügen nachgehen, alleine fühlt und sich langweilt. Beide Befürchtungen sind nicht eingetreten. Erstens wurde sie in der Runde der Nichtruderer herzlich aufgenommen – vielen Dank dafür – und Zweitens bietet das Hotel Koller mit seinen Angeboten ausreichend Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung.

An dieser Stelle möchte ich Willi und Erich ganz besonders für die Organisation, die Mannschaftsbildungen und Bootseinteilungen danken. Es war nicht immer leicht alle Wünsche zu erfüllen. Ein besonderes Dankeschön auch an Frankie für den Bootstransport. Er hat alle Boote samt Zubehör durch die Unwägbarkeiten der Autobahnen mit starkem Wind und starken Regen sicher nach Seeboden und zurückgebracht. Ein Dankeschön auch an Karl Heinz für die Planung der Wanderungen und für die Abwicklung der finanziellen Belange rund um die Ruderwoche und lieber Erich Danke für deinen unermüdlichen Einsatz zur technischen Weiterentwicklung von uns Neulingen. Zum Abschluss möchte ich noch allen Danken, die zum Gelingen der Ruderwoche ihren Beitrag leisteten – vielen, vielen Dank!

Die Ruderwoche in Seeboden ist ein Muss für alle, die ihre Technik verbessern wollen, die nicht genug bekommen können vom Rudern, die schönes und ruhiges Wasser rudern möchten, Spaß am Wasser haben wollen, gutes Essen genießen wollen, im Kollers Spa sich erholen wollen – einfach eine tolle Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen.

Mir hat die Woche sehr gut gefallen, meiner Rudertechnik hat sie gutgetan und entspannen konnte ich mich auch noch.

Ich kann nur jeden empfehlen, 2015 bei der 16 Ruderwoche der Normannen am Millstätter See in Seeboden, teil zu nehmen. Ich bin auf jeden Fall wieder mit an Bord.

© Ingomar KERN, Dienstag, 13. Mai 2014 um 11:08