Wanderfahrt auf dem Douro vom 7.- 12. Oktober 2019

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Im Jahr 2018 fand bereits eine ÖRV-Wanderfahrt auf dem Douro in Portugal mit 4 Tagesetappen statt. Damals wurde die Idee geboren, diese Fahrt um 2 Tagesetappen zu erweitern und zu wiederholen. Unter der Leitung von Helmut N. aus Salzburg nahmen insgesamt 20 Ruderer und -innen teil: Anna Maria, Manfred, Claudia (Salzburg), Gerhard, Irmi (Wolfgangsee), Kurt, Veronika, Monika, Helene (Bregenz), Maria (Graz), Britta, Peter, Otti, Christian, Berthold (Pöchlarn), Birgit (Alemannia), Gerald (Ellida), Walter und Ulrike (Normannen).

Die meisten waren schon ein paar Tage vor Beginn der Wanderfahrt nach Porto angereist und konnten die Sehenswürdigkeiten der Stadt (z.B. die Brücken und die blau gekachelte Bahnhofshalle), die Spezialitäten der portugiesischen Küche und Portwein und den von Gitarren begleiteten Fado-Gesang in den Lokalen am Flussufer des Douro genießen.

Am 7. Oktober ging es dann mit dem Zug von Porto in einer ca. 3-stündigen Fahrt entlang des Douro nach Pocinho, dem Beginn unserer Wanderfahrt. Dabei konnten wir schon erste Eindrücke der wunderschönen Landschaft des Douro-Tals gewinnen. Der Douro ist auf unserer Fahrtstrecke fast durchgehend aufgestaut (4 Staustufen), nur die letzte Etappe ist ein Abschnitt, dessen Fließrichtung von den Gezeiten abhängig ist. Der Fluss ist stellenweise schmal und von steilen Granitwänden gesäumt, manchmal spannen sich alte oder moderne Brücken hoch über dem Fluss und dann weitet sich das Tal über große Strecken mit Weingärten an den Hängen – Weingärten für die berühmten Douro-Weine und Portweine, die wir auch bei einer Weinverkostung näher kennenlernen konnten.

In Pocinho erwartete uns bereits das Team des Ruderklubs Ginasio aus Figueira da Foz. Teresa, Jose, Arturo und Vladimir hatten bereits das Mittags-Picknick aufgebaut, die 4 handgesteuerten C-4er der Marke Swift Racing aufgeriggert und den „grünen Teppich“ auf die rutschige Rampe ausgelegt. Nach dem Mittagessen ging es gleich 23 km aufs spiegelglatte Wasser.

Die nächsten Etappen brachten Strecken zwischen 25 und 42 km, fast alles auf stehendem Wasser. Die Ausnahme war eine 5 km stark fließende Strecke unterhalb einer Staustufe, die es mit Seitenströmungen und schmalem Fahrwasser in sich hatte. Unser Betreuer Vladimir war auch hier mit dem Schlauchboot vorausgefahren und hatte sichergestellt, dass wir auf diesem schwierigen Teilstück keine Begegnung mit einem Kreuzfahrtschiff hatten.

Die Staustufen waren für unsere Begriffe gewaltig: die höchste mit ca. 35 m Hub, eine der höchsten in Europa. Die Mannschaften verhefteten sich mit Bootshaken an Leitern und Leinen an Schwimmpollern und gleich ging es abwärts. Mit einer Sinkgeschwindigkeit von ca. 3m pro Minute waren die Schleusungen nach 20-30 Minuten beendet.

Da das Wasser des Douro noch angenehme Temperatur hatte, war fast jeden Tag bei den Mittags-Picknicks Gelegenheit, Badepausen an schönen Sand- oder Schotterstränden einzulegen.

Nach 6 Rudertagen mit insgesamt 177 km ging eine wunderschöne Wanderfahrt in traumhafter Landschaft bei bestem Wetter, mit kulinarischen Genüssen und mit alten und neuen Ruderfreunden und -innen zu Ende.

Walter, Oktober 2019