Wanderfahrt in der Lagune von Grado und Vogadalonga 2017

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Anlässlich der VOGADALONGA, einer Regatta über 18 km ohne Zeitnehmung (!), machten sich Renate Podesser, Mike Dauser (ULM), Michael Feisthauer, Piroska Kelemen, Wolfgang Schindler, Walter Widholm, Karlheinz Trauth, Beatrice Hofbauer, Ekkehard Heil, Ulrike Schnell und Friedrich Stowasser zu einer 5-tägigen Wanderfahrt in der Lagune von Grado auf den Weg. Der RV Normannen war das 5. Mal in Folge in Grado und setzte sich zum Ziel, neue Routen zu erkunden.

Am ersten Tag wurden nach dem Frühstück 2 Pkw nach Monfalcone gebracht. Danach ging es durch die Lagune bis zur ersten Ausfahrt ins offene Meer (Pause an einem schönen Sandstrand), der Küste und einigen seichten Stellen entlang, vorbei an der Isonzo-Mündung bis nach Monfalcone. Die Hafenstadt war nicht zu verfehlen, da uns ein hoher rot-weiß gestreifter Schornstein den Weg wies. Nachdem wir auch noch das Leuchtfeuer am Ende der Mole identifiziert hatten, war der Weg in den Hafen gefunden und es ging vorbei an 2 riesigen Kreuzfahrtschiffen bis zum Ruderklub mitten im Yachthafen. Die Boote blieben über Nacht im Ruderklub von Monfalcone, die Mannschaften fuhren nach einem Umtrunk in der Hafenbar zurück ins Hotel in Grado.

Am nächsten Tag verkürzten wir die Strecke übers offene Meer und fuhren bei der Isonzo-Mündung in einen Kanal. Im Gegensatz zum Vortag war Wind aufgekommen, sodass eine längere Fahrt übers offene Meer zu riskant gewesen wäre.

Am dritten Tag war Vogadalonga: mit 2 handgesteuerten 4ern fuhren wir bei herrlichem Wetter entlang des Rundkurses durch die Lagune.

Der vierte Tag brachte uns wieder in neue Gefilde: wir steuerten eine Insel mit einem verlassenen Gutshof und Kapelle an. Nach Überwindung einiger seichter Stellen (bei Ebbe !) landeten wir an der Insel und machten bei dem verlassenen Gebäuden in der Sonne eine ausgiebige Mittagspause. Am Rückweg nach Grado erkundeten wir einen neuen Weg über die Küste nach Grado: der 4er drehte nach Kontakt mit mehreren Sandbänken bald um, Michael und Piri gelangten mit ihrem 2er noch an einen schönen Sandstrand an der Küste, mussten aber wegen der hohen Wellen auch in die Lagune zurück. Diesen interessanten Rudertag ließen wir in einer sonnigen Bar in Grado bei Bier und Aperol-Spritz ausklingen.

Aquilea war dann das Ziel am fünften Tag. Wieder ging es bei spiegelglattem Wasser und Sonnenschein durch Lagune und Kanäle. Wir beobachten den Bau einer Uferbefestigung, wie ein Kran auf einem Schiff Holzpfahl für Holzpfahl in den schlammigen Untergrund rammte. Wie im letzten Jahr legten wir abenteuerlich an, besuchten die Basilika und die römischen Hafenausgrabungen und schlugen noch bei Pasta und Pizza zu, bevor wir zur letzten Etappe dieser Wanderfahrt starteten.

Auch dieses Jahr war Grado für uns alle, dank tollem Wetter, guter Stimmung und neuen Plätzen, eine Reise wert.

Walter Widholm, 19.11.2017