Zu Besuch am Traunsee

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Ein besonderes Schmankerl im Rennkalender ist für einige Normannen die Traunseeregatta beim Gmundner Ruderverein Anfang Juli. Nicht nur sieht man hier die Jugend im Wettkampf heranwachsen, auch den älteren Masters bietet der Traunsee eine wunderbare Kulisse zum mannschaftlichen Kräftemessen.

Für Hartgesottene (wie Renate, Ingo, Stefan und Sarah), die noch nicht genug vom Renngeschehen haben, wird am Sonntag auch eine 12km lange Langstreckenregatta angeboten, die heuer beinahe mehr Beteiligung zu haben schien, als die samstäglichen Mastersrennen über 1000m. 

Leider fiel diese mit Spannung erwartete Langstreckenregatta im wahrsten Sinne ins Wasser, denn der launische Traunsee zeigte sich von seiner wohl stürmischsten Seite – für alle schwer zu glauben, war doch der Vortag ein traumhaft sonniger Sommertag. 

Nicht nur das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, es wurden den Zuschauern und Zuschauerinnen ein angenehmes Ambiente, eine wunderbare Organisation seitens der Regattaleitung und spannende Jugend- und Mastersrennen geboten. 

Die Mixed-Rennen, auf die wir mit wachsender Nervosität warteten, finden traditionell gegen Ende des Tages statt und so fanden wir ausgiebig Zeit für Fachsimpeleien im strahlenden Sonnenschein. Ein kühles Bad im Traunsee weckte dann auch die in der Hitze müde werdenden Sinne und so machten wir uns erfrischt auf zum Aufwärmen. 

Da wir zwar sehr fleißig trainiert hatten, aber nicht so häufig wie gewünscht in der Rennbesetzung gefahren waren, stieg die Spannung in uns umso mehr. Einige Startübungen vor dem Rennen verliefen nicht ganz so wie gewollt, doch vor dem Start redet man sich dann ein, dass die Generalprobe ja nie perfekt sein darf.

Alte Weisheiten bewahrheiten sich glücklicherweise immer wieder und so gelang uns ein grandioser Start. Perfekter Einklang und kraftvolle Schläge verschafften uns einen komfortablen Vorsprung vor den anderen Mixed-Booten, den wir bequem ins Ziel brachten. Sogar der Männer-Vierer, der ebenfalls in unserem Rennen startete, gratulierte uns zu unserem Start, der sie schon um ihre gute Zeit fürchten ließ.

Trotz der Absage der Langstrecke, auf die wir uns eigentlich schon mehr gefreut hatten, war es ein gelungenes Wochenende, das uns wieder daran erinnerte, warum wir die ganzen Strapazen des Trainings und der Reisen mit den sperrigen Booten überhaupt auf uns nehmen. 

Ein besonderes Schmankerl war auch das Coastal-Rowing, das erstmals ausprobiert werden konnte. Einige Coastal-Zweier wurden zu Testzwecken zur Verfügung gestellt und auch eine kleine Testregatta über einen Rundkurs von ca 5 km wurde in den kleinen wendigen aber breiten Booten abgehalten. Der wilde Traunsee bot dafür natürlich die optimalen Bedingungen, obwohl wir uns im Nachhinein nicht ganz sicher waren, ob das Wasser während des Coastal-Rennens nicht doch viel ruhiger als während der Regatta in den schmalen, labilen Rennboten war. 

Sarah, Oktober 2019