Wanderfahrt durchs „Eiserne Tor“

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Wanderfahrt auf der serbischen Donau im August 2016

Von Mohacs nach Kladovo durch das „Eiserne Tor“

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Vom 1. – 17 August ruderten insgesamt 40 Ruderer und Ruderinnen aus 10 österreichischen und 9 deutschen Vereinen auf der serbischen Donau.

Die Wanderfahrt war in 2 Teilen organisiert: in der ersten Woche mit 37 Teilnehmern und 7 Booten (alle 4x+, 2xNormannen, 1xDonauhort und 4 Leihboote aus Ungarn) in 7 Rudertagen mit dem Fahrtenleiter Christian Kaizler, in der zweiten Woche mit 27 Teilnehmern und 5 Booten (2 Leihboote weniger) in 6 Rudertagen mit dem Fahrtenleiter Walter Widholm. Die Fahrtenleiter wurden von Janette Rostova  als Kassaverantwortliche und Simeon Kljajics als serbischer Organisator unterstützt. Wolfgang Schindler war Bootsmann im Odin, Walter Widholm in der Mora. Die Bootsmänner und –frauen waren alle gesetzt, die Mannschaft wurde mittels Kartenziehen jeweils beim Abendessen für den nächsten Tag gezogen, was sich zu einem mit Spannung erwarteten gesellschaftlichen Event nach jedem Abendessen entwickelte. 2 Teilnehmer und Simeon machten jeweils den Landdienst mit dem Normannen-Bus, die Mannschaften wurden mit einem eigens gecharterten Bus immer von und zu den Quartieren gebracht.

Gestartet wurde in Mohacs, dem Endpunkt der letztjährigen Wanderfahrt und letzten Stadt an der Donau in Ungarn. Nach dem Grenzübertritt (wegen des Verlassens der EU mussten wir durch Zoll, Gesundheits- und Polizeikontrolle) ging es durch lange Auwäldern, vorbei an Novi Sad mit der Festung Peterwardein und an schönen Sandstränden in Richtung Belgrad.

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In der serbischen Hauptstadt war Rasttag, der für Stadtbummel, die Besichtigung der serbischen Königsgräber mit Spanferkelessen und Genießen der schwimmenden Bars am Ufer der Save genutzt wurde. In Belgrad ist auch Schichtwechsel bei den Ruderern: 13 Teilnehmer treten nach der ersten Woche die Heimreise an, 3 neue kommen dazu (Karlheinz Trauth verstärkt die Normannen) und 2 Leihboote werden abgeholt.

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In der zweiten Ruderwoche war die Donau noch breiter: nicht nur weil sie Hochwasser führte, was das Auffinden von Stränden und Pausenplätzen sehr erschwerte, sondern weil sie mittlerweile durch Drau, Theiss und Save verstärkt war. Hier ist die Donau ca. 1 km breit, was das Übersetzen aufwändig machte, aber Schiffsbegegnungen sehr vereinfachte.  Nach 3 weiteren Rudertagen war der Rückstau des Kraftwerks Eisernes Tor  erreicht, d.h. ab gab es fast keine Strömung mehr. Dafür folgte jetzt der eindrucksvollste Teil der Wanderfahrt: die Fahrt durchs Eiserne Tor, der ca. 90 km lange Durchbruch durch die Karpaten mit mehreren Engstellen und dazwischen wieder breiten Flussverläufen.

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Bei der Festung Golubac ging es ins Eiserne Tor. Bei starkem Wind konnten die Boote in der ersten Durchfahrt segeln. Hier lernten wir aber auch die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Serben kennen: als ein Boot in den hohen Wellen vollschlug, halfen einige Serben sofort das Boot ans Ufer zu ziehen und über die steile Uferböschung zu tragen. Im nahegelegenen Gasthaus konnte sich dann die Mannschaft trockenlegen und laben, bis sie vom Landdienst abgeholt wurden.

Nach der letzten Engstelle des Eisernen Tors mit der Trajan-Tafel erreichten wir das Kraftwerk Eisernes Tor mit einer Doppelschleuse mit 2 mal 16m Hub. Auf den letzten Etappen gab es nicht nur die steilen Felswände im Donaudurchbruch, sondern dazwischen immer wieder lange Kiesstrände, die nicht nur als Landplätze dienten, sondern auch zum Baden einluden.

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Nach 515 km in 13 Rudertagen ging es mit Eisenbahn, Flugzeug, Bus bzw. mit dem Bootstransport mit vielen schönen Erinnerungen und Eindrücken im Gepäck wieder nach Hause – im Bild  3 zufriedene Normannen

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Bilder zur Wanderfahrt: Mohacs-Kladovo

Walter, September 2016